Gugelhupf mit Orange, Mandeln und Schokolade

Der Gugelhupf ist wohl die schönste Form für einen Hefe- oder Rührkuchen. Die Gugelhupfform soll es bereits seit der Römerzeit geben. Zumindest wurde bei den Ausgrabungen einer alten römischen Stadt in der Nähe von Wien eine Form gefunden, die den heutigen Gugelhupf-Backformen gleicht. Seit meinen Odenwald-Recherchen besitze ich eine hübsche, traditionelle Keramikform, die ich in der Odenwälder Kunsttöpferei in Erbach erworben habe.

Der klassische Gugelhupf, so wie ich ihn kenne, wird mit Rosinen gebacken, die gern eine Nacht zuvor in Rum getränkt werden. Rosinen mag aber nicht jeder. Also habe ich das Rezept einfach abgewandelt und stattdessen Orangenzesten, gehackte Mandeln und Schokostreusel, die es auch in Bio-Qualität gibt, verwendet. Außerdem besteht diese Variante aus einem schönen lockeren Hefeteig.

Und diese Zutaten braucht man dazu:

  • 500 Gramm Dinkelmehl
  • 50 Gramm Rorohrzucker
  • 250 Gramm Butter
  • 3 Eier
  • Abrieb einer Bio-Orange oder einen Esslöffel feingehacktes Orangeat
  • 1 Päckchen Vanillezucker
  • 1 Prise Salz
  • 1 Hefewürfel
  • 250 Milliliter lauwarme Milch
  • 100 Gramm gehackte Mandeln
  • 100 Gramm Schokostreusel

Als erstes wird der Vorteig hergestellt. Dafür die lauwarme Milch in eine größere Schüssel geben. Die Hefe hineinbröseln und einen Esslöffel Rohrohrzucker sowie drei Löffel von dem Dinkelmehl dazugeben. Alles verrühren, bis die Hefe aufgelöst ist. Die Schüssel mit einer Folie abdecken und den Vorteig 30 Minuten an einem warmen Ort gehen lassen.

Ist der Vorteig so weit, werden von den übrigen Zutaten Mehl, Zucker, Vanillezucker, die mittlerweile weiche Butter in Stückchen, die Eier, den Orangenabrieb beziehungsweise das Orangeat und die Prise Salz in eine weitere große Schüssel gegeben. Auf die Zutaten kommt dann der Vorteig, sodass alles darunter bedeckt ist. Auf diese Weise kann man einen Hefeteig sogar mit einem Rührgerät bearbeiten, ohne dass das Mehl durch die Küche wirbelt. Sollte der durchgeknetete Teig noch nicht die gewünschte geschmeidige Konsistenz haben und zu feucht sein, einfach noch etwas Mehl dazu geben.

Mandeln mit feinem Röstaroma

Im Anschluss muss der Teig eine Stunde an einem warmen Ort gehen. Die Schüssel dazu mit einem sauberen Küchentuch abdecken. In der Zwischenzeit werden die Mandeln – sofern man ganze Mandeln hat – grob gehackt und anschließend in einer Pfanne ohne Öl geröstet. So bekommen die Mandelstückchen ein feines Röstaroma.

Nach der Gehzeit die Gugelhupfform mit Butter einfetten. Ist der Teig geschmeidig genug, wird er noch einmal mit der Hand durchgeknetet und auf etwa 40 x 40 Zentimeter ausgerollt. Auf die Fläche werden Mandeln und Schokostreusel verteilt und er Teig wieder eingerollt. Ist er weiterhin zu feucht, können die Zutaten auch mit der Hand oder einem Kochlöffel eingeknetet werden. Die Rolle beziehungsweise der bearbeitete Teig werden jetzt in die Gugelhupfform gegeben. Dort darf er nochmals eine halbe Stunde gehen. Dann endlich geht es für 50 Minuten bis zu einer Stunde in den vorgeheizten Ofen. Backtemperatur ist 180 Grad (160 Grad bei einem Umluftherd).

Die Stäbchenprobe entscheidet, ob der Teig gut ist. Der Gugelhupf muss anschließend etwas abkühlen, bevor er aus der Form genommen wird. Zum Abschluss wird er noch mit Puderzucker bestäubt.